Jeder Mensch hat seine eigene Wahrnehmung und lebt in seiner eigenen Welt. Wer sich frei und voll entfalten will, braucht Ruhe und Konzentration auf sein Inneres. Jeder weiß, nur wer mit sich selbst im Reinen ist, kann seinen Mitmenschen aufrichtige Liebe, Fürsorge, Anerkennung und Aufmerksamkeit schenken.

Übergriffe in Form von allgegenwärtiger Werbung, gesetzlichen Zwängen und gekünstelten Normen wollen das Individuum aus seiner eigenen inneren Welt reißen und ihm ein äußeres Bild aufdrücken.

Bisher war tatsächlich kaum ein Mensch frei gewesen, sobald er der Zivilisation und Gesellschaft unterworfen war.

Wir Sachsen glauben an die Freiheit und daran, daß sich von selbst eine natürliche Ordnung findet, wenn sich jeder Mensch frei nach seinen ureigenen Wünschen entfalten kann. Wenn die Menschen erkennen, daß sie alle aus der selben Quelle stammen, werden sie sich so harmonisch verhalten wie alles andere in der Natur.

Wir dürfen also jede Form der Einwirkung und Unterdrückung erkennen und unterlassen.

Es liegt in unserer Hand, wieviel Bedeutung wir der äußeren Welt und ihren künstlichen Zwängen beimessen. Seit wenigen Jahrzehnten wächst eine ganz neue Achtsamkeit unter den Menschen in der westlichen Welt. Yogaschulen, Biomärkte oder Meditationszentren sprießen wie Pilze aus dem Boden.

Diese Entwicklung zeigt eindeutig in eine Richtung, die auch Goethe schon erkannte:

Müsset stets beachten beim Natur betrachten: nichts ist drinnen, nichts ist draußen, denn was Innen, DAS ist Außen!

Da es also das Heiligste ist, sich an sein eignes Inneres zu wenden, ist es unser Ziel, dieses Heiligtum zu schützen und den Menschen die Möglichkeit zu schaffen, sich in ihrer Welt zu bewegen und zu begegnen.

Wenn das Wort „Staat“ oder „Regierung“ im ersten Moment gar nicht nach Freiheit, sondern eher nach altem Denken klingt, überwiegt noch die Angst, daß ein neues System gar nicht neu sein kann. Erst wenn Sie, werte Leser, Freiheit für möglich halten, können wir diesen Weg gemeinsam beschreiten.